Abgetrennt vom wahren Leben? So finden Sie Ihre Berufung.

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Funktionieren Sie in einem Beruf, der irgendwie nicht zu Ihnen gehört? Sehen Sie nicht den Sinn in dem, was Sie tun? Glauben Sie, Sie sind allein damit?

Weit gefehlt: Sehr viele Menschen zwischen 25 und 50 Jahren stellen sich die Sinnfrage und was sie mit ihrer Arbeit dazu beitragen können. Nur um das reine Auskommen geht es schon lange nicht mehr. 

Ist es Luxus sich mit der eigenen Berufung auseinander zu setzen? Geht es uns zu gut? Ich glaube nicht. Ich bin der festen Überzeugung, dass neben der Liebe auch die berufliche Lebensaufgabe zu den wichtigsten Dingen im Leben eines Menschen gehören. So wichtig, dass sie, wenn sie uns nicht erfüllt und Spaß macht, uns unglücklich macht und sich auch negativ auf andere wichtige Lebensbereiche auswirkt. Es handelt sich nicht um ein Luxusproblem, die Berufung nicht zu leben, sondern um ein tiefgehendes menschliches Bedürfnis.

Die Suche nach dem eigenen „Ding“, nach der eigenen Berufung, geht nur über den Weg zu sich selbst. Das eigene „Ding“ entspricht dem Kern unserer Persönlichkeit, den innersten Werten, Idealen und Fähigkeiten. Um diese herauszufinden, müssen wir zunächst die dicke Staubschicht von falschen Anforderungen an uns selbst und fremden Erwartungen entfernen, um tiefer zu dringen. Darunter erwartet uns unser ureigenes Selbst. So freigelegt kann die Suche nach der eigenen Berufung Erfolg versprechend sein.

Wie aber finde ich sie nun, meine Berufung, mein „Ding“? Dazu braucht es Zeit. Zeit sich selbst und die eigene Persönlichkeit zu erforschen. Stellen Sie sich die richtigen Fragen: „Wenn ich morgen 5 Millionen Euro gewinnen würde und keine finanziellen Sorgen bis an mein Lebensende mehr hätte, was würde ich dann tun? „Wenn ich als alte Frau/alter Mann auf mein Leben zurück blicke, was möchten ich dann meinen Enkeln von mir erzählen?“ „Welche Tätigkeit befriedigt mich wirklich?“ Lassen Sie sich Zeit bei der Antwort. Suchen Sie nicht unter Druck, sondern lassen Sie die Antworten aus den Tiefen des Selbst kommen. Folgen Sie Ihrer Intuition. Niemand anderes als Sie selbst kennt die Antwort. Nicht Ihre Eltern, nicht Ihr Partner und auch nicht Ihr Coach. Schieben Sie Ihre Gedanken „das ist doch Blödsinn“ oder „das geht doch gar nicht“ beiseite und hören Sie einfach zu, was Ihnen Ihr Innerstes flüstert. Lassen Sie es zu und nehmen Sie es ernst. Es sagt Ihnen etwas ganz Wichtiges über Sie selbst.

Woher weiß ich, ob es richtig ist? Tja, man weiß es einfach. Ich weiß, das ist keine gute, keine bequeme Antwort, aber genau so ist es. Sie wissen es tief in Ihnen drin, wann es richtig ist. Es fühlt sich richtig an. Es ist eine tiefe Gewissheit, gepaart mit einem wohligem Körpergefühl, dass Ihnen sagt: Jawohl, ich bin jetzt auf dem richtigen Dampfer unterwegs.

Und dann? Wie geht es dann weiter? Es ist keine gute Idee, die Stimme, die jetzt so laut zu uns spricht, wieder zu unterdrücken, denn sie wird nicht mehr verstummen. Sie wird lauter und lauter und bahnt sich immer wieder den Weg nach draußen. Mancher, der diese Stimme jahrelang überhört hat, bricht irgendwann zusammen und fragt sich, wie er es nur soweit hat kommen lassen. Machen Sie es anders – folgen Sie Ihrer inneren Stimme und finden Sie einen Weg Ihre Berufung zu leben. Für Sie selbst. Für ein gutes, erfülltes Leben. Denn die Berufung zu leben ist kein Luxus, sondern ein echtes, wirkliches menschliches Bedürfnis. Machen Sie etwas daraus.

 

 

07. November 2014